Unsere Chronik
Einen besseren Start hätten man sich nicht wünschen können. Wir begaben uns auf die Suche nach einem geeigneten Proberaum. Die erste Proben fanden im Herbst 1996 in einer Baracke in Ehrenfeld statt und seitdem sind wir in der Karnevalszeit als „Regimentsspielmannszug der Bürgergarde Köln von 1904 e.V." mit der Garde unterwegs, um sie musikalisch in den großen Sälen von Köln und Umgebung, beim Rosenmontagzug und dem Ehrenfelder Dienstagzug zu unterstützen.

Da das Tambourcorps in der ersten Karnevalssession schnell Anerkennung fand, kamen schnell weitere Mitglieder hinzu. Der bisherige Proberaum wurde schon bald zu eng. Es mussten geeignetere Räumlichkeiten gefunden werden, denn bei mind. 3 Instrumentengruppen brauchte man außer einem großen Raum zusätzlich mehrere kleinere Räume. Mit Hilfe des Tambourmajors Wolfgang Knappe waren diese schnell gefunden und so konnten wir fortan am Maarweg in Köln unsere Proben in mehreren Räumen fortsetzen.

Uns wurde schnell klar, dass wir unsere musikalischen Aktivitäten nicht nur auf die Karnevalszeit beschränken wollten. So beschlossen wir, auch bei Schützenfesten befreundeter Vereine, sowie auf anderen gesellschaftlichen Anlässen wie Hochzeiten, Straßenfesten oder auch auf Geburtstagsfeiern für das anwesende Publikum und die Gäste in den Sälen oder Festzelten zu spielen. Seitdem spielen wir in der Sommersession unter dem Namen „Tambourcorps blau-gold Köln".

Im ersten Jahr bestand unsere Uniform nur aus weißen Hosen und Hemden, dazu eine blaue Krawatte. Das passte nicht zu den goldglänzenden Instrumenten, wir brauchten auch für den Sommer Uniformen. Auch hier unterstützte uns die Bürgergarde. Für die Sommerauftritte wurden separat Uniformen angefertigt. Sie bestehen aus einem royal-blauen Jackett mit goldener Fangschnur, weißem Hemd, einer goldfarbenen Krawatte, einer schwarzen Hose und schwarzen Schuhen. Bei höheren Temperaturen wird das Jackett durch eine royal-blaue Weste mit Emblem ersetzt. Regenjacken ergänzen unser Schlecht-Wetter-Outfit und verhelfen zu mehr Komfort bei Regen. Gutes Aussehen allein verhalf uns nicht zum Erfolg. Natürlich musste intensiv geprobt werden, um musikalische Erfolge zu erzielen. Anfangs wurde 2 Mal wöchentlich geprobt. Bis heute trennen wir Einzel- und Gesamtproben. In den Einzelproben übt jede Instrumentengruppe für sich neue und alte Stücke. Anschließend wird in der vollen Besetzung am musikalischen Gesamteindruck weitergearbeitet.
Im Jahr 1999 verhalf uns die Anstellung unseres Tambourmajors als Hausmeister in einer Grundschule in Kalk zu neuen Proberäumen und somit zu unserem ersten eigenem Domizil. Dies war für uns sehr wichtig, denn das Leben im Tambourcorps sollte sich nicht nur im musikalischen Bereich abspielen. In Kalk hatten wir die Möglichkeit, den Proberaum selbstverständlich in den Farben Blau und Gelb herzurichten. In diesen Räumen konnten wir uns außerhalb der Proben zum Klaaf und Kölschtrinken zusammenzusetzten und über musikalische, berufliche, familiäre oder andere Interessen „quatschen" Dazu kamen Ausflüge, Partys, Weihnachtsfeiern, Sommerfeste etc.

Da wir viel Zeit unter der Woche miteinander verbrachten, schlossen sich viele Freundschaften und wir wurden eine große Familie. Neue Mitglieder wurden schnell integriert und von uns musikalisch angelernt und begleitet.

Aufgrund intensiver Proben erreichten wir die nötige musikalische Sicherheit, um an Wettstreiten teilzunehmen. Unseren ersten Erfolg verbuchten wir auf einem Wettstreit im Jahr 2000 in Bonn.

Dort belegten wir den 1. Platz in der Marschkategorie. Bei der „Goldenen Trompete" im Jahr 2002 im Kölner Tanzbrunnen, die das Festkomitee Kölner Karneval ausrichtete, erlangten wir den 2. Platz in der Kategorie „Tambourcorps". Für 1 Jahr durften wir uns „Meistercorps" nennen.

Rückblickend kann man sagen, dass aus den damaligen zarten Gehversuchen ein standfestes Tambourcorps geworden war, das auch überregional große Anerkennung fand. Einen weiteren großen Erfolg durften wir verzeichnen, als die Bürgergarde in der Session 2001/2002 vom „Festkomitee Kölner Karneval" zum Traditionscorps im Kölner Karneval ernannt wurde.
Als unser Tambourmajor Wolfgang Knappe im Jahr 2002 seine Hausmeistertätigkeit in der Schule in Kalk wechselte und die Gesamtschule in Holweide übernahm, mussten auch wir unseren schön hergerichteten Proberaum aufgeben. Eine benachbarte Pfarrgemeinde stellte uns einen Raum zur Verfügung. Leider mussten wir diesen bereits nach 2 Jahren wieder verlassen. In der Gesamtschule Holweide bekamen wir eine weitere Gelegenheit, zu proben, jedoch hatten wir dort keine Möglichkeit, uns gemütlich einzurichten. Wir waren zwar „heimatlos", dennoch ließen wir den Kopf nicht hängen und probten eifrig weiter. Bis heute können wir in den Klassenräumen der Schule unsere Proben veranstalten.

Die Bürgergarde feierte im Jahr 2004 ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde ein Blasorchester gesucht, welches uns im Karneval musikalisch begleiten sollte. Wir stellten der Bürgergarde den „Jugend Musikzug Holweide" vor. Auf beiden Seiten wurde man sich schnell einig. Immer wenn die Bürgergarde mit dieser 50-Mann starken musikalischen Unterstützung einmarschierte war die Begeisterung der Zuschauer so groß, dass man beschloss, auch in den Jahres danach mit dem Musikzug Holweide aufzutreten. Bis heute begleitet uns der Musikzug auch bei den Karnevalsumzügen.
Die letzte Karnevalssession 2012 mit der Bürgergarde „blau-gold" Köln haben wir geschafft. Wie immer stressig, aber auch schön. Nun geht - nach 15 Jahren - eine Ära zu Ende. Es wird Zeit für Veränderungen. Wir haben uns von der Bürgergarde getrennt um in Ruhe unseren Spielmannszug aufzubauen. Der Schritt ist uns auf keinen Fall leicht gefallen und war lange überlegt, jedoch wie viele Spielmannszüge haben wir zu wenig Spielleuten um unseren Verpflichtungen der Bürgergarde gegenüber gerecht zu werden. Wir werden uns umorientieren - in welcher Form - lass dich überraschen und schau ab und an mal rein in unsere Homepage........
In der Session 2013/2014 begleiteten wir das "Garde-Corps Grün-Weiß Köln e.V." bei Ihren Auftritten in und um Köln.

In der Session 2014/2015 schliessen wir uns dem "Tambourkorps Rot-Weiss Kleineichen" an und begleiten gemeinsam die "EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V." bei Ihren Auftritten in und um Köln.

Wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit und sind gespannt, was die kommende Session uns bringt.

Wir danken für Dein Interesse und würden uns freuen, wenn Du unsere Seite wieder besuchst.
Unsere Gründung geht auf den Sommer des Jahres 1996 zurück. Unter ursprünglich 12 Musikern, die allesamt bereits eine mehrjährige Mitgliedschaft in einem anderen Musikzug absolviert hatten, fanden viele Gespräche statt und man kam zu der Überlegung, ein eigenes Tambourcorps zu gründen. Zwar blickten wir mit gemischten Gefühlen in die Zukunft, dennoch wagten wir diesen Schritt und wandten uns mit unserer Idee an die Bürgergarde „blau-gold" Köln. Durch den engen freundlichen Kontakt zur Bürgergarde, für die die Gründungsmitglieder bereits unter einem anderen Tambourcorps gespielt hatten, wurden schnell (alte) neue Freunde gefunden. Die Bürgergarde befürwortete unsere Idee und wollte uns bei der Gründung unterstützten. Wir setzten uns zusammen und überlegten gemeinsam, wie wir das Ganze in die Tat umsetzen könnten. Zunächst musste ein Name her, dieser war natürlich schnell gefunden. Wir wollten uns fortan „Regimentsspielmannzug der Bürgergarde blau-gold" Köln nennen. Die Aufnahme in die Bürgergarde war damit beschlossene Sache. Von da an waren wir eine eigene Gruppe innerhalb der Bürgergarde.

Doch schon standen wir vor unserem ersten Problem: Die Bürgergarde besteht ausschließlich aus männlichen Mitgliedern. Doch auch unsere weiblichen Gründungsmitglieder sollten in den Regimentsspielmannzuges aufgenommen werden. Wir kamen zu einem Kompromiss, in dem der gesamte Spielmannzug als „förderndes Mitglied" in die Garde aufgenommen wurde. Der erste wichtige Schritt zur Neugründung war getan.

Instrumente mussten her und auch hier unterstütze uns die Bürgergarde. Die Instrumente sind das klingende Herzstück unseres Zuges: kleine Marschtrommeln, dicke Trum, Becken, Lyren sowie Flöten gehören zu unserer instrumentellen Ausstattung. Das Aussehen der Instrumente wurde selbstverständlich den Farben der Garde angepasst; so sind beispielsweise die Klangkörper aller Trommeln, der Korpus der Lyren und selbst die Flöten in Gold gehalten und zusätzlich gut sichtbar geschmückt mit dem Wappen der Bürgergarde versehen worden.

Ähnlich wurde mit den Uniformen verfahren. Den Uniformen der Gardisten entsprechend, wurden Waffenröcke und Helme angefertigt, die als einziges Unterscheidungsmerkmal die für Musikzüge üblichen Schwalbennester innehaben, bei uns natürlich mit goldenen, vertikalen Streifen an den Ärmeln unterhalb der Schulterklappen. Diese Uniform darf jedoch - laut der Satzung des „Festkomitees Kölner Karneval"  ausschließlich zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch getragen werden. Der obligatorische goldglänzende Helm, der nur auf der Bühne und bei Festzügen getragen wird, wird durch das klassische Schiffchen mit den gestickten Emblemen der Garde ergänzt
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